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Lobby-Vorwurf gegen Sexarbeiter*innen und Unterstützer*innen der Legalität
Lobby-Vorwurf gegen Sexarbeiter*innen und Unterstützer*innen der Legalität:
Wahlweise „Pro-Prostitutionslobby“, „Lobby der Sexindustrie“, wenn es diffamierend wird, auch mal „Zuhälterlobby“, usw.
Wir leben in einer Demokratie und es ist nicht nur legal und legitim, sondern sogar im Sinne der Meinungsvielfalt geboten, dass sich Personen in Verbände und Vereine zusammenschließen. Auch Sexarbeiter*innen. Jeder Beruf hat einen eigenen Verband und das stört nicht nur niemanden, sondern wird auch als völlig legitim gesehen – Anwälte, Zahnärzte, Therapeutinnen, Hebammen, usw. usf.
Warum sollten Prostituierte sich nicht zusammenschließen dürfen, wenn sie von allen Seiten angegriffen werden und wenn ihr Job verboten werden soll und sie völlig entrechtet werden soll!
Sie haben ein merkwürdiges, etwas besorgniserregendes Verständnis von Demokratie.
Zum Glück gibt es Prostituierte, die sich zusammenschließen! Ich freue mich für sie und ihr Engagement, und dass sie endlich selber ihr (politisches!) Schicksal in die Hand nehmen! Vielleicht denken Sie nochmal nach, wie die Legalität tatsächlich einfach besser geeignet ist, um die Menschen- und Bürgerrechte von Prostituierten zu wahren, als ein Verbot. Und solange es Gruppen – Verbände – wie Ihren gibt, die alles daran setzen, um uns rechtlich und gesellschaftlich 200 Jahre zurückzuversetzen, soll und wird es hoffentlich Prostituiertenverbände geben, die sich für die Legalität ihres Berufes einsetzen. Denn mit einem Prostitutionsverbot bekämpft man viel, aber nicht Menschenhandel.